Demenz – und weg?

Ein so bewegender Film, auf so vielen Ebenen. Weil Demenz ein großer Teil unserer Gesellschaft ist, auch wenn man sie am liebsten weg haben will. Weil es so verdammt viele verschiedene Formen gibt und neben älteren auch jüngere Menschen treffen kann. Und weil Pflegeheime zwar eine Riesenhilfe aber eben auch nicht aus der Welt sind. Mich bringt er zum Weinen, weil er so nah dran ist.

Film von Eugen Merher (und nicht offiziell von Adidas)

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Ein Moment auf dem Deich

bleibeschafrainbow

Ein Moment auf dem Deich, mit der jährlichen Kastanie in der Jackentasche in der einen Hand und dem Telefon in der anderen. Den Tränen des Moments und der vielen Momente, die es so nicht mehr geben wird. Und diesem einen, in dem die Welt ein kleines bisschen stehen blieb. Für mich und die meinen. Der Windstoß vom Meer, das Schaf ein Stück weiter, die Weite im Blick. Wir beide. Und dann nehme ich die Kastanie aus der Tasche, lege auf – ich weiß noch genau, mit wem ich gesprochen habe, dabei sind es so viele, so viele Menschen, Fremde und Bekannte und Geliebte, die ich Stunde um Stunde und Minute um Minute am Ohr habe – und gehe ein, zwei Schritte. Sehe das Loch im Zaunpfahl, stecke die Kastanie rein – und lasse sie da. Und mit ihr all diese Momente dort oben am Deich, in denen die Welt ein kleines bisschen stehen blieb und nichts mehr so war wie zuvor. Ich lasse sie da. Und sehe den Regenbogen.

 

 

Lampenfieber

Mir ist schlecht. Ich mag nichts essen. Habe tausend Schmetterlinge im Bauch. Und breche bei dem kleinsten Anlass in Tränen aus – Tränen der Freude aber auch Tränen der Traurigkeit. Mann, was bei so einer Hochzeit alles passiert. Da geht es ja nicht nur um die Hochzeit! Da geht es um alles. So eine Hochzeit löst nicht nur bei Braut und Bräutigam so Einiges aus. Dabei ist es doch nur eine Hochzeit. Nur eine Hochzeit. Sage ich meinem Lampenfieber, das sich heiß und süß und übel anfühlt gleichzeitig. Nicht mehr lang, und der Vorhang geht auf.

Johnny Cash „One