Morgens früh um acht

Morgens früh um acht wird sonst meist Tee gemacht. Und manchmal oder für manche auch Kaffee. Wenn es aber so ein Sonntagmorgen ist, wie heute Morgen, dann wird erstmal gar nichts groß gemacht. Dann schleiche ich mich leise aus dem Bett, in dem der Mann (in Spe;) und das Kind noch schlafen, hole mir mein Strickzeug und schaffe ein bisschen was. Genieße die Ruhe, diese 20 Minuten für mich, die noch nicht mal durch die Stricknadeln durchbrochen wird, weil sie aus Holz sind. Und freue mich dann umso mehr über die kleinen Füße, die plötzlich zu mir unter meine Lieblingsstrickdecke von meiner Mama kriechen und die großen Füße, die da auch auf einmal neben mir stehen und zu einer warmen Stimme gehören, die mich fragt, ob ich einen Tee haben will. Ja, gerne. Oder einen Kaffee. Heute um halb neun.

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Ach, du dickes Auge

Das darf doch nicht wahr sein! Ausgerechnet an meinem Geburtstag kriege ich ein dickes Auge. Eine Fahrt durch den kalten Winterwind, ein bisschen Ärger über die vielen Absagen zu meiner Einladung und bestimmt auch eine – sagen wir mal – angeschlagene Allgemeinverfassung ließen pünktlich Samstag nachmittag mein rechtes Auge anschwellen und Tränen des Eiters weinen. Nein, nicht schön! Nach einer kurzen Überlegung, alles abzublasen, weil irgendwie ja der Wurm drin zu sein schien, in diesem Tag, beließ ich doch alles beim Geplanten. Und dank der wenigen Gesunden unter den vielen Kranken, die kommen konnten und kamen an diesem Abend, wurde es noch ein wirklich schöner Geburtstag. Danke A. und K. und K. und A.!!! (Gemäß der Namensanfangsbuchstaben, die mit meinem zum Beispiel Kakaa bilden können, war es dann auch egal, dass über die lieben Kleinen geprochen wurde, die ebendieses Wort sehr gerne sagen.) Jetzt sitze ich zuhause bei Tee und Blumen, kuriere das Auge und andere Wehwehchen und freue mich, dass auch ein dickes Ende gut sein kann.

Shut Down

Ein Tisch, ein Tee, ein Laptop. Dazu noch ein dummes Mädchen – das ist keine gute Kombination.

Vor allem nicht, wenn an dem Tisch mit dem Laptop ein Buch zu schreiben ist, das eine Abgabe und diverse Zwischentermine hat. Mädchen ist dumm, Tee fällt um, fertig ist das Malheur. Und der Shut Down.

Laptop kaputt, neben den Tee tropfen Tränen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Zum Glück gab es ein Backup, außerdem ließ sich das Rechnerchen doch noch mal zum Leben erwecken und der Zwischentermin fristgerecht wahrnehmen.

Aber, aber. Der Laptop wurde krank vom Tee und musste doch in die Reparatur, und so war ich abgeschlossen von der Welt da draußen und auch die Welt in mir drinnen konnte sich nicht weiterdrehen, denn zum Schreiben brauchte ich ja den Laptop.

Jetzt ist er aber wieder da, ganz gesund und repariert, geschmeidig klappern die Tasten unter den glücklichen Fingern und es kann weitergehen. Ohne Tee!