Ordnung und Wunder

   Es muss alles seine Ordnung haben. Seine Anordnung. Oder vielmehr ihre. Schon als sie noch viel kleiner war, ordnete sie an. Das Obst aus ihrem Kaufmannsladen. Zusammen mit ihren Kuscheltieren und Bauklötzen und allerlei anderen Spielsachen baute sie ganze Wege und Straßen, fein säuberlich angeordnet vom Wohnzimmer über den Flur in ihr Zimmer. Heute sind es ihre Malsachen auf ihrem Schreibtisch, ihre Haargummis und Spängchen (die sie stets sofort wieder raus rupft), zusammen mit allerlei anderem Glitzer- und Rosa-Kleinkram auf einem Tuch, Schleich-Tiere und Playmo-Figuren aufgebaut in ganz eigenen Formationen. Auf Kisten und Schachteln. Aber auch alles andere. Fundstücke, Steine, Blumen. So wie dieses Stilleben. Sie macht Ordnung. Sie ist (m)ein Wunder. Das ich so bewunder‘.