Kreuzberg was my first love

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Morgens auf einem alten Fabrikgelände in Kreuzberg 61. Das Licht, die Geräusche, die Ausblicke. Sofort ist es wieder da, dieses alte Kreuzberg-Gefühl, dieses großartig urbane Gefühl, das ich hatte, als ich mit 19 in genau diesen Kiez zog, mich angezogen und gleichzeitig fremd und neu fühlte. Und alles entdeckte. Auch entdeckte, dass es nicht mein Kiez für damals war. Zog weiter in den doch noch etwas wilderen Osten der 90er Jahre. Aber behielt ein besonderes Gefühl in mir, über all die Jahre. Und in manchen Momenten, an einer besonders schönen Ecke, wie hier, kommt es wieder hoch, nimmt sich meiner an und trägt mich durch den Tag, der zu dem einer Entdeckerin wird. Schönes Gefühl manchmal. Heute könnte es sogar auch wieder mein Kiez sein, denke ich. Und guck mich noch ein bisschen weiter um.

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To me

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Happy Birthday to me! Sonne scheint, Sorgen sind für heute vergessen, S. hat sich frei genommen, Kaffee trinken, Essen gehen, schönstes Geschenk. Außerdem ein Ständchen vom kleinen Mädchen, ihre spontane Eingebung, mir ein Loom-Band aus zwei Bestehenden zu basteln, wunderbar eingepackt in ihr Spielzeug – das ist Geben. Und freut mein Herz so sehr. Genau wie die Zeilen meiner Eltern, voller Liebe. Seitdem ich Mama bin, lasse ich jedes Jahr auch die Meine hoch leben. So richtig. In Gedanken. Und in Worten. Schließlich hat sie Großes vollbracht, heute vor 39 Jahren. Leben geschenkt. Ein Baby geboren. Mich. Danke, Mama. (Und jetzt heule ich. Vor Freude und Glück. So ist das gerade. Heute.)

Bunt und Gold

Das war vielleicht ein schöner Moment. Als ich mit den fertig verpackten und bestempelten Einladungskarten zur Post fuhr. Und der nette Beamte in der lustigsten Filiale, die ich überhaupt jemals in meinem Leben betreten habe (aber das ist eine andere Geschichte), mir Briefmarken zum Kleben überreichte, die mich zum Schmunzeln brachten. Wie passend: bunt für bunt. Als hätte ich es extra bestellt.

Nicht bunt, sondern gold wurde dann mein Nachmittag. Ich weiß nicht, was es ist. Ob es an der anstehenden Hochzeit oder aber dem noch näher anstehenden Urlaub liegt. Jedenfalls war Gold bisher nicht so meine Farbe. Bis jetzt! Hach, ich bin ganz verliebt. Wie schön das in der Sonne funkelt. Und da sollen sie ja schließlich glänzen, in der Sonne. Und vielleicht auch auf unserer bunten Hochzeit, mal sehen.

 

Endlich!

Endlich ist sie wieder da: die Sonne! Endlich kann man sich wieder auf den Balkon trauen, ohne klatschnass zu werden (na gut, bis auf die eine Stelle, wo es vom Dach tropft, grmpf). Endlich kann die Wäsche wieder draußen trocknen und endlich macht das in den Himmel gucken wieder Spaß. Ich bin soooo froh! Denn fast hätte ich schon vergessen, wie es eigentlich sein kann, im Sommer. Und weil man ja nicht weiß, wie lange das so andauert, genieße ich jetzt einfach mal, heute an meinem einzig freien Tag der Woche.

Ein Tag unterm Baum

Mädchengezwitscher und Sekt am (gefühlten) Morgen, eine Braut, die sich traut und leckerstes Essen auf der Insel der Jugend, das Ganze gekrönt von schönstem Sonnenschein und bewacht vom wunderbaren Schatten eines Baums. Das war ein Samstag, wie er im Buche steht. Und wir saßen zwar nicht unter einer solchen, sondern einer Kastanie, aber das ist auch ein ganz fantastischer Baum. Gefeiert wurden die letzten Stunden, Tage, Wochen von L., die bald auch „Ja“ sagen wird, wie so viele zurzeit in meinem Freundeskreis. Und es war ein schöner Junggesellinnenabschied! Mit allem Drum und Dran. Da durfte sogar ich vergebenes Mädchen, das auch schon eine Mutter ist, mal ran. Zumindest gucken. Und einmal ein bisschen anfassen. Die eingeweihten Damen wissen Bescheid – und ein schlechtes Gewissen muss niemand haben. Schon gar nicht die zukünftige Braut, die so eine süße und schüchterne war, da kann sich ihr M. gleich mal sein Haus rosa anmalen, so besonders ist die. Auf Dich, Du verrücktes Huhn mit Engelsstimme! Lass es krachen und singe weiter, immer weiter. Auf Eure Liebe und das Leben!

Herbst in der Stadt

Das Licht scheint am schönsten in dieser Jahreszeit, finde ich. Macht die Stadt so weich und bunt. Besonders natürlich, wenn die tiefer stehende gelb-orange Sonne raus kommt. Herrlich herbstlich!

Und im Oktober wird zudem ein Fest gefeiert: vor genau 12 Jahren zog ich nach Berlin. Da schien das Licht auch so schön – und ich war ganz frisch verliebt in die Stadt. Vielleicht mag ich den Herbst hier deshalb so gerne?