I’m an analog girl in a digital world

Allein schon die Fotos. Am Liebsten fotografiere ich mit meiner analogen Kamera, nehme entweder die Kleine oder die Große. Bis aber die Bilder entwickelt und so auch digitalisiert sind, dauert es eben seine Zeit. Zeit, in der ich keine neuen Einträge mit sommerlichen Fotos machen kann, Zeit, in der das Ich in der digitalen Welt irgendwie schläft, denn so richtig lebendig sieht so ein Text ohne Foto nicht aus, meine ich zumindest gerade.

Sollte ich mir deshalb endlich mal eine digitale Kamera zulegen? Vielleicht ja, aber auch ein wenig nein. Ich finde immer noch, dass es da Unterschiede gibt, manche Tiefen etwa kriegen auch die besten Digitalkameras nicht hin und dann dieses Knips, lösch, Knips, lösch. Das mag ich nicht, so praktisch es auch ist.

Ich brauche einen ordentlichen Abzug mit weißem Rand und gutem Papier, der macht mich glücklich. Da darf auch schon mal ein verwackeltes, unvorteilhaftes, trauriges Bild dabei sein, das „nichts geworden“ ist – denn so ist es nun mal. Das Digitale gaukelt einem vor, perfekt zu sein. Das Analoge beweist, das wir es nicht sind.

Außerdem liebe ich meine Kameras, die schon so einiges mitgemacht haben und die für mich einfach unersetzlich sind. Nur manchmal, da verlangt es nach einer sofortigen Fotomöglichkeit. Aber bitte mit der Qualität einer Analogen! Ich würde dann auch nicht alles Unperfekte löschen, glaube ich…