Realitäten

Realities

waldkind

Mein Herz zerspringt vor Liebe. Für dieses kleine, wilde Mädchen. Für ihre Worte und Taten, für ihr einfaches Dasein und ihr Lachen und Weinen. Davon gibt es gerade besonders viel, denn eine meiner momentanen unangenehmeren Realitäten während des Wartens auf das Baby ist die Krankheit des kleinen Mädchens. Ausgerechnet jetzt. Aber so muss es wohl sein, ein bisschen Zeit noch allein, ein bisschen Zeit nur für sie. Und da liegt es dann, mein schlafendes Kind, mit einem Arm fest um mich geschlungen und treibt mir die Tränen in die Augen, denn ich liebe sie so sehr. Pathetische, weiche, buttrige Mutterliebe, die bestimmt extra dickflüssig tropft, weil da ein zweites kleines Wesen dabei ist, immer dabei ist, im Bauch, im Kopf, im Herzen. Und mich fordern wird, genau wie sie mich fordert. Jetzt tun es beide schon zusammen – auch eine meiner neuen Realitäten. Ich hoffe so sehr, dass ich noch da bin, wenn alles geschafft ist, wenn wir zu Viert sind. Und mein Herz nicht wirklich zersprungen ist, denn: Wie viel mehr Liebe geht denn da noch? Ich bin gespannt. Und küss mein schönes, krankes Kind.

My heart is bursting with love. Love for this little, wild girl. For her pure existence, her deeds and words and smiles and tears. Those are running a lot at the moment because my child is ill – one of the less practical realities while waiting for a new baby. Now, of all times! But well, I guess it has to be that way, a little time just for us, a little time just for her.  And so she is lying there, my sleeping child, clung to me with her little arm tight around my neck and makes me cry because I love her oh so much. Pathetic, soft, buttery Motherlove which is extra-thick now because of the presence of this second little soul. Always there, in my belly, head and heart. It will challenge me as much as she challenges me. They both already do at the same time – also one of my new realities. I hope so much that I will still be there when we are four. And that my heart will not really have bursted because: How much more love can there be? I am very curious and excited. And off to be kissing my beautiful sick child.  

Für mein Baby

For my Baby

Am Anfang war eine Idee, dann kamen die Inspirationen, die Stoffe und dann die Umsetzung. Wie immer merke ich, dass Nähen eine besondere Herausforderung für mich ist. Immer stimmt etwas nicht, immer zieht sich etwas blöd zusammen, gucken Fäden raus oder man muss wieder etwas auftrennen. Wie viel dankbarer kommt mir da das Stricken vor! Nun ja, aber für mein Baby bin ich ein Experiment eingegangen – eine Spieluhr sollte es werden. Und so kam es dann.

In the beginning there was just an idea, then the inspirations and fabrics came and then the production-process. Sewing always is a special task for me. It’s never right, never in the best shape, always threads looking out or I have to open the whole thing up again. How much more grateful knitting is for me! But well, for my Baby I did this experiment – and wanted to sew a music box – or better say music-cloud.

spieluhr1

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Jetzt hängt sie also da an dem Beistell-Bettchen, meine Schlaf-gut-Wolke. Nicht perfekt. Aber mit Liebe gemacht.

So now it’s hanging there on the little bed, my Sleep-well-Cloud. Not perfect. But made with love.

Tadaa!

Tadaa!

pebble1 pebble2Hier ist sie! Die fertige Pebble Vest. So süß, dass ich gleich die Nächste stricken möchte. Aber es gibt noch so einige andere Sachen, die erledigt werden wollen. Also Eins nach dem Anderen, auch wenn es sich in meinem Kopf überschlägt vor Ideen und Aufgaben, die ich gerne noch vor der Geburt fertig haben möchte. Aber es sind ja noch ein paar Wochen, wahrscheinlich…

Here it is! The completed Pebble Vest. It’s so sweet that I want to knit the next one straight away. But there are so many other things that want to be done. So one after the other, though the ideas and tasks that I want to be through with before the baby comes are going head over heels in my head. But I still have some weeks to go, probably…

Pebble im Prozess

Pebble in Process

pebbleinprocess

Was habe ich alles gelernt bei diesem kleinen Pullunder! Maschenstich (der Durchbruch kam Dank knitty.com) und Knöpfe annähen ( ja, das konnte ich vorher nicht so, da hab ich es immer irgendwie gemacht). Jedenfalls ist es jetzt fast fertig, mein erstes richtiges gestricktes Kleidungsstück: Eine Pebble Vest, hier im Original und hier in der deutschen Übersetzung. Für das Baby, das da immer noch fleißig wächst in mir. Ein paar Knöpfe fehlen noch, und vielleicht noch ein gestickter Buchstabe, mal sehen. Ich bin so gespannt, wie die kleine Weste dann aussehen wird, an meinem Herbstkind.

I learned so much knitting this little vest. Grafting or kitchener stitch (the breakthrough came thanks to knitty.com) and how to sew a button (just improvised before this.) So this became my first real piece of clothing that I knitted: the Pebble Vest from The Thrifty Knitter, also using the german translation from Kirschkernzeit. For the little baby that is still growing inside of me. There are still some buttons missing and maybe also an embroidered letter… I am so excited how the little vest will look like on my little Autumnchild.

In voller Blüte

In Full Bloom

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Noch entfaltet sich alles ein bisschen, aber bald, ganz bald, stehe ich in voller Blüte. Oder vielmehr mein Bauch. Die Arbeit ist fast getan, die berufliche zumindest, und es fühlt sich gut an, so üppig und breit und frei. Passend zu den letzten Wochen schickt die Natur auch ihre letzte Kraft in die Sonnenstrahlen, die fallenden Blätter und Kastanien und Eicheln. Für mein Herbstkind, das noch ein bisschen wachsen darf. Bis wirklich die volle Blüte erreicht ist.

Everything is still unfolding a little but soon, very soon, I will be in full bloom. Or better to say: my tummy. Work is nearly done and I feel good so voluptuous and big and free. So it fits perfectly that Nature sends it’s last power into the rays of the sun, the falling leaves and chestnuts and acorns. For my autumn-child that still is allowed to grow a little. Until it is in full bloom.

Zwei in Eins

Two in One

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Zurück am Seelenort, zurück am Meer, zurück in der eigenen Kindheit und am Schauplatz so vieler Erlebnisse, die das Leben weitreichend beeinflussen. Wie etwa das Kennenlernen des Mannes an meiner Seite und seiner Frage vor zwei Jahren. Und diesmal sind wir nicht nur zu Dritt, sondern ich bin auch noch zwei in Eins. Ich glaube, dem Bauchbewohner gefällt es auch ganz gut hier. Vor allem die erfrischende Abkühlung zwischendurch. Hach, herrlich ist es, einfach alles!

Back at my Soulplace, back at the Sea, back in my childhood and the Stage of so many important experiences that still influence my Life. Like getting to know my husband and being asked the question he posed two years ago. And this time it’s not just us three but there is a little squatter in my belly, I am two in one. And I think he likes it here, too. Especially the refreshing baths in between. It’s just so wonderful, everything!