Kinderkunst

mebyherDas bin ich. Und ich bin es wirklich. So, wie sie mich sieht. Und auch ein bisschen, wie ich mich sehe. Das ist schon verrückt, wenn das eigene, fast sechs-jährige Mädchen vor einem sitzt, mit Stift in der Hand und Papier auf dem Schoss, gestützt von einem Buch, und zeichnet. Ganz konzentriert, ganz ruhig. Zu mir guckt, malt, aufs Blatt guckt, malt, zu mir guckt, malt, aufs Blatt guckt, malt und so weiter. Woher hat sie das?, frage ich mich. Wer hat ihr das gezeigt?, wundere ich mich (mal wieder.) Und damit meine ich nicht unbedingt das Können sondern auch die Pose. Ihr Papa schließlich kann ziemlich gut zeichnen, seine Mama war eine Künstlerin, mein Papa zeichnet auch nicht schlecht und eins und eins gibt bekanntlich schon mal drei. Ich bin jedenfalls stolz wie Bolle, dass sie das so kann. Und so macht. Und so will. Unsere Ahnengalerie ist auch schon ein bisschen größer geworden. Hoffentlich darf ich ihr mal wieder Modell sitzen stehen.

Advertisements

To me

IMG_5080
Happy Birthday to me! Sonne scheint, Sorgen sind für heute vergessen, S. hat sich frei genommen, Kaffee trinken, Essen gehen, schönstes Geschenk. Außerdem ein Ständchen vom kleinen Mädchen, ihre spontane Eingebung, mir ein Loom-Band aus zwei Bestehenden zu basteln, wunderbar eingepackt in ihr Spielzeug – das ist Geben. Und freut mein Herz so sehr. Genau wie die Zeilen meiner Eltern, voller Liebe. Seitdem ich Mama bin, lasse ich jedes Jahr auch die Meine hoch leben. So richtig. In Gedanken. Und in Worten. Schließlich hat sie Großes vollbracht, heute vor 39 Jahren. Leben geschenkt. Ein Baby geboren. Mich. Danke, Mama. (Und jetzt heule ich. Vor Freude und Glück. So ist das gerade. Heute.)

Oh Happy Day

20120717-145811.jpg

20120717-145835.jpg
Heute ist ein besonderer Tag, ein schöner Tag, ein glücksvoller Tag. Heute vor drei Jahren ist unser kleines Mädchen geboren, unser Glücksmädchen, das uns zu Mama und Papa gemacht hat. Was für Gefühle! Was für Erinnerungen! Und was für ein Glück! Und neben dem Kuchen backen und Bolognese kochen und vielen Fühlen und Erinnern und Glücklich sein hat vor allem auch eines bei den Vorbereitungen Spaß gemacht: Pom Poms basteln. Toll ist sie geworden, die erste Girlande. Fand das kleine Geburtstagsmädchen auch. Zum Glück! So, und nu wird gefeiert!

Achtung: ein Kinderpost. MAMA!

Es gibt niemanden, der so schön „Mama“ sagen kann. Mmmmmmmammmmma. Mit ganz langen Ms. Und so viel Liebe und Zärtlichkeit in der Aussprache. Mmmmammma. Ich genieße das gerade sehr, wenn dieses Mmmammma kommt. Am Besten noch mit großen Augen und einer Hand, die auf mich zeigt. Denn es war schon mal anders.

Vor einigen Monaten, ich denke, es war in der Elternzeit vom Papa, da hieß es nur: „Maammaaaa!“ wenn sie etwas wollte. Oder ihr etwas nicht passte. Ihren Vater guckte sie aber andächtig an, neigte den Kopf und sagte dann voller Inbrunst: „Paaaappaaa!“ Und noch mal „Paaaappaaa.“ „MAMAAAAA“ hingegen hatte nichts von dieser Anbetung, will ich fast schreiben. Nun gut, sie ist ein kleines Mädchen, habe ich mir da gedacht. Ich war eben auch mal ein kleines Mädchen.

Jetzt aber heisst es „Mmmmaammma“. Gültig für mich, in den Arm nehmen, trösten – und für Papa. Den nennt sie gerade nämlich auch ganz gerne mal so. Tja, mal wieder gelernt: man sollte nicht alles so persönlich nehmen. Mache ich nämlich gerne mal.