Schaukelnd durch Brandenburg

bullilandSchön wars. Schaukelnd wars. Sonnig wars. Sandra arbeitet sich durch die Bilderflut auf ihrem Rechner, ich durch die in meinem Kopf. Versuche sie auf meinem Rechner wieder zu finden. Bild für Bild, Wort für Wort. Schaukel noch ein bisschen, dann klappt es besser.

Advertisements

Verkaufsstrategien

Ich bin denkbar schlecht im Verkaufen. Vor allem im „mich verkaufen“. Als Journalistin, Autorin, Schreiberin, alles. Bisher habe ich in meinem Leben viel, viel Glück gehabt und kam nicht so oft in die Gelegenheit, mich verkaufen zu müssen. Wenn ich es dann musste, also so ganz kurz davor, kam auf einmal ein Angebot einfach so daher. Hat jemand gefragt: willst Du nicht? Kannst Du mal? Und dann hatte es sich erledigt, das mit dem sich verkaufen müssen. So ein Glück. Jetzt befinde ich mich aber doch wieder an diesem Punkt in meinem Leben, an dem es so aussieht, als wäre es so weit. Ich muss mich verkaufen. Und so überlege ich mir schon mal, wer die Fotos von mir machen soll (bin da sehr eigen), was ich anziehen könnte, welche Schrift das Anschreiben hat. BEVOR ich mir klar darüber geworden bin, wo es hin gehen soll, mit mir. Denn ich gehöre ja zu einer Generation der Alleskönner, der Breitgefächerten, der „nicht Zielorientierten“ wie meine liebe Freundin und sehr geschätzte Kollegin S. letztens noch mal bemerkte (sie zählt sich übrigens auch dazu). Aber das ist eigentlich schon wieder ein ganz anderes Thema. Jedenfalls macht es mir mehr Spaß, meine Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren, als mir zu überlegen, wo ich mich überhaupt bewerben soll. Aber das kommt dann ja zwangsläufig. Die besten Ideen dazu kommen eh dann, wenn man nicht damit rechnet. Oder der eine Anruf, der mich dann wieder davor bewahrt, mich verkaufen zu müssen. Aber auf den warte ich diesmal nicht!

Deshalb halte ich jetzt schon mal ein paar Ideen fest, im Kopf und hier zum Beispiel.

Working Mum

Zurück im neuen, alten Alltag, der irgendwie gleich ist und doch ganz anders. In der Redaktion ist es wie immer – aber ich bin es nicht. Zumindest ein Teil von mir. Ein Teil von mir ist zuhause geblieben, sitzt morgens noch weiter am Tisch, verbringt den Tag mit dem Kind. Das auch ein Teil von mir ist. Das Teil von mir bleibt da morgens zusammen mit ihrem Papa, der jetzt den Wundertag mit dem Wunderkind verbringt, das für mich gerade an diesen Arbeitstagen ausschließlich ein solches ist, wenn ich es nur morgens und abends etwa eine bis zwei Stunden zwischen dem Schlafen erlebe (puuh, etwas schwurbelig…) Den Rest stelle ich mir manchmal vor, wenn ich gerade Leerlauf habe oder Mittagspause oder durch die Gänge laufe, im Fahrstuhl fahre, kurz mit den Gedanken abschweife. Ich bin nicht so wie immer. Zum Glück!

Aber dann passiert doch auch das schier für unmöglich Gehaltene: ich vergesse den neuen Teil, der ich jetzt auch bin. Und bin wieder nur ganz die Alte, feile an einem Satz, lese die Agenturen, denke über eine Nachricht nach. Eine halbe Stunde lang, vielleicht sogar eine, es waren auch schon zwei, vielleicht. Auch spannend: So ist das also, als Working Mum. Ich muss mich noch rein finden, ein bisschen wird es noch dauern, es ist anstrengend und ermüdend und traurig manchmal, und dann auch aufregend. Aber wir kriegen das ziemlich gut hin, wir drei. Ich bin stolz! Auf meinen Liebsten, unser Kind und mich. Auch gut.