In den letzten Zügen

Ich genieße sie, diese letzten Tage und Wochen. Gucke meinem Kind beim Spielen zu und höre mein Herz lauter klopfen denn je. Lache besonders herzlich über Grimassen, Quatsch und Blödsinn. Lache und wische mir dabei auch ein paar Tränen aus den Augen. Wirbel es wieder durch die Luft und wundere mich über das kleine Gewicht, das so viel in mein Leben gebracht hat, so viel wiegt, mehr, als je in Zahlen auszudrücken wäre.

Innerlich bereite ich mich auf den Abschied vor, den Abschied von den Tagen, die einfach so kamen und gingen, in denen das Kind den Rhythmus zu einem großen Teil bestimmt hat und Neues, Wunderbares hervor gebracht hat. Bereite mich auf frühes Aufstehen vor, das anders als in den letzten Monaten nun die Einleitung zu einem Arbeitstag sein wird und nicht mehr die Einleitung zu einem Kindestag. Zumindest nicht mehr ausschließlich. Es tut ein bisschen weh zu wissen, das alles liegt in den letzten Zügen.

Das alles, was seit letztem Sommer passiert ist und von bald an natürlich noch da sein wird, aber eben anders. Im Alltag. Im Alltag des Arbeitens, der Kinderbetreuung und dem Kopf, der viele andere Sachen bearbeiten und bedenken muss. Danke schöne Elternzeit, ich habe Dich sehr gemocht (und tue es ja auch noch ein wenig länger, ich ewige Melancholikerin…). Und vor allem: Danke L., Du bist das Licht.

Willkommen Arbeit, neue Projekte und Herausforderungen, ich freue mich auch auf Euch.