Ein Fest für J. – und ein Vorhaben

j_vorbereitungenJ. oh J., was bist Du für ein tolles Partygirl, hast Deine Gäste mit einem „Alles-lacht“-Gesicht begrüßt, in der Kälte ausgeharrt, im Rampenlicht gestanden und den feierlichen Akt ohne mit der Wimper zu zucken mit großen Augen wahr genommen, hast gegessen und getrunken – Dir ganze Brotscheiben mit solcher Wonne zu eigen gemacht, als wäre es das feinste Essen auf der Welt -, hast mit den Beinen gewippt und dem Oberkörper getanzt. Hast ganz unauffällig ein Schläfchen hier und ein anderes da gemacht, hast nach dem Aufwachen wieder alle bezirzt, alle beglückt, so dass sich jeder darum riss, in Deiner Nähe zu sein. Mal ehrlich, mit sechs Monaten könnte das bei einer Taufe auch ganz anders sein. Aber das bist Du – eine tolle J.!

Noch ganz beseelt von einem schönen Fest für ein besonderes kleines Mädchen geht es jetzt  (- ich will nicht sagen natürlich verspätet, tue es aber ein wenig beschämt doch -) endlich an die Durchführung meines Vorhabens: Eine etwas abgewandelte Triangel-Patchworkdecke für mein frisch gewässertes Patenkind. Die Stoffe sind da, das Bild im Kopf auch, inspiriert von hier und hier und hoffentlich geholfen durch hier. Ich werde berichten.

 

Besetzt

Ich hatte es ein bisschen vergessen. Wie sehr man besetzt ist. Wie wenig man schafft, was man vorher so unter Schaffen verstanden hat, und wie wenig der Alltag mit einem Neugeborenen, einem Säugling, einem Baby dem Alltag ohne einem solchem gleicht. Ich hatte aber auch vergessen, wie wunderbar es ist. Wie wunderbar sich dieser weiche, kleine Nacken anfühlt, das zarte Haar, von denen einige noch auf seinen Öhrchen sind. Und die ich besonders liebe. Wie warm der kleine Kopf ist, wenn man sein Kinn sanft darauf legt und welche Hitze der ganze Körper abgeben kann, so eng vor einem gebunden. Wie großartig dieses Lachen ist, dieses kehlige, quietschende und ansteckendste aller Lachen, wenn mein Haar ihn kitzelt oder wenn man ihn fliegen lässt. Es ist so schön – und auch so anstrengend zugleich. Deshalb geht es hier auf dem Blog noch ein bisschen ruhiger zu als ohnehin schon – das reale Leben braucht mich gerade voll und ganz, ich bin einfach komplett besetzt. Und weiß jetzt schon, wie sehr es mir fehlen wird, wenn es weniger wird. Denn es ist doch eine ganz besondere Zeit, diese Baby-Zeit.

Tadaa II.!

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So langsam passt mein Babyjunge nicht mehr in seine erste Pebble Vest. Und bevor sein kleines rundes Milchbäuchlein die Wolle sprengt, musste doch eine Alternative her. Die ist größer geworden als geplant, mit 5-er Nadel und mehr Maschen im Anschlag sowie in der Länge und an den Trägern gestrickt. Wird bestimmt noch ein bisschen schlackern. Aber wenn der kleine Kerl weiter so herrlich gedeiht, kann das nur eine Frage von Wochen oder Tagen sein. Und ich überleg mir derweil schon mal wie die nächste Größe aussehen soll. Schließlich wird ja nicht nur das Milchbäuchlein immer größer.

Ps: Der kleine Button ist nur Deko für das Foto, keine Deko für das Baby.

Kleinigkeiten

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Es sind die Kleinigkeiten, die einem das Herz besonders stark rühren. Und die all die alltägliche Anstrengung wieder wett machen. Seine kleine Hand, mit der er sich an mir festhält, wenn ich ihn im Tragetuch trage. Ihre kleine Nase, die er auf der Wickelkommode ansaugt, einfach, weil Babies eben saugen (und sie so süß ist). Und das jetzt das neue Spiel der beiden Geschwister ist, wenn sie ihm die Windel aussucht und seine Kacka sehen will (so ist das eben mit vier.) Die Bilder, die sie malt, und auf denen jetzt ein vierter kleiner Schmetterling oder ein kleiner Junge ist „da ist M. schon etwas größer“, erklärt sie mir dann. Und mein Herz hüpft. Wenn sie nachmittags zwischen uns in Bett gekrochen kommt, vielmehr zu ihm, denn da will sie sein, und wenn sie dann auch einschläft, ihre kleine Hand an seiner noch kleineren Hand, ihre Nasenspitze an seiner Nasenspitze. Seine kleinen Seufzer beim Trinken oder Schlafen, vor Wonne und Wohlgefühl. Seine kleine Zunge, die er beim breitesten Grinsen herausstreckt, was für ein Schelm. Und ihre vielen Kinderküsse auf den kleinen Babymund, auf den kleinen Jungen, der so viel Liebe ertragen muss, dass er gar nicht anders kann als wahnsinnig entspannt und zufrieden zu sein. Großartig, diese Kleinigkeiten!

Er und ich

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Wir haben schon ganz schön viel miteinander erlebt. Dabei ist er erst 9 Tage alt. Wir brauchten ein bisschen, um zu landen. Dabei hat ein Tag nur 24 Stunden. Aber zum Glück ist zwischendrin ganz viel Platz für noch mehr Liebe, Milchspuck, Babyatem, Geseufze und Geöff, feinsten Geruch und Geschwisterliebe, neue Wege und aufwühlende Gefühle. Da ist ein neuer kleiner Kerl in unserem Leben, und er ist wunderbar!

Für mein Baby

For my Baby

Am Anfang war eine Idee, dann kamen die Inspirationen, die Stoffe und dann die Umsetzung. Wie immer merke ich, dass Nähen eine besondere Herausforderung für mich ist. Immer stimmt etwas nicht, immer zieht sich etwas blöd zusammen, gucken Fäden raus oder man muss wieder etwas auftrennen. Wie viel dankbarer kommt mir da das Stricken vor! Nun ja, aber für mein Baby bin ich ein Experiment eingegangen – eine Spieluhr sollte es werden. Und so kam es dann.

In the beginning there was just an idea, then the inspirations and fabrics came and then the production-process. Sewing always is a special task for me. It’s never right, never in the best shape, always threads looking out or I have to open the whole thing up again. How much more grateful knitting is for me! But well, for my Baby I did this experiment – and wanted to sew a music box – or better say music-cloud.

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spieluhr2

spieluhr3

spieluhr4

Jetzt hängt sie also da an dem Beistell-Bettchen, meine Schlaf-gut-Wolke. Nicht perfekt. Aber mit Liebe gemacht.

So now it’s hanging there on the little bed, my Sleep-well-Cloud. Not perfect. But made with love.