Besetzt

Ich hatte es ein bisschen vergessen. Wie sehr man besetzt ist. Wie wenig man schafft, was man vorher so unter Schaffen verstanden hat, und wie wenig der Alltag mit einem Neugeborenen, einem Säugling, einem Baby dem Alltag ohne einem solchem gleicht. Ich hatte aber auch vergessen, wie wunderbar es ist. Wie wunderbar sich dieser weiche, kleine Nacken anfühlt, das zarte Haar, von denen einige noch auf seinen Öhrchen sind. Und die ich besonders liebe. Wie warm der kleine Kopf ist, wenn man sein Kinn sanft darauf legt und welche Hitze der ganze Körper abgeben kann, so eng vor einem gebunden. Wie großartig dieses Lachen ist, dieses kehlige, quietschende und ansteckendste aller Lachen, wenn mein Haar ihn kitzelt oder wenn man ihn fliegen lässt. Es ist so schön – und auch so anstrengend zugleich. Deshalb geht es hier auf dem Blog noch ein bisschen ruhiger zu als ohnehin schon – das reale Leben braucht mich gerade voll und ganz, ich bin einfach komplett besetzt. Und weiß jetzt schon, wie sehr es mir fehlen wird, wenn es weniger wird. Denn es ist doch eine ganz besondere Zeit, diese Baby-Zeit.