Es gibt Eis, Baby

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Man nehme eine Autorin mit dem Auftrag, über selbstgemachtes Eis zu schreiben. Eine Autorin mit Hang zu Leckereien und persönlichen Herausforderungen. Man nehme einen Kindergeburtstag mit dem Motto „Harry Potter“ und die Frage nach dem Kuchen des Tages. Man nehme außerdem die wunderbare Linda Lomelino, einen gut sortierten Küchenartikel-Laden in Prenzlauer Berg und ein Tiefkühlfach, in das eine Menge rein passt. Heraus kommt dieser Artikel und diese Eistorte oben. Mit Zauberhut. Fanden die kleinen Hexen und Magier übrigens hübscher als lecker. Dafür freuten sich die Älteren. Blieb mehr für sie übrig. War nämlich köstlich.

Rezept und Buchvorstellung folgen!

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Land in Sicht?


Vorfreude ist ja eigentlich die schönste Freude. Eigentlich. Wenn da nicht das kranke Kind wär, der eigene Husten und – nicht zu vergessen – die angesagten Temperaturen. Ein bisschen Landvergnügen werden wir aber schon haben, die nette Fotografin Frau Hermannsen und ich. Da werden auch die Bilder nicht so wackelig wie hier bei mir, wo das kranke Kind partout den kleinen Bulli nicht hergeben will und an mir zerrt und zieht. Da werden die Bilder nur wackelig, weil das Kopfsteinpflaster den großen Bulli hin und her ruckelt. Was wir so erleben werden, steht dann in der Aufs Land – und vielleicht auch hier. 

Das Wort zum Montag I

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Kein einfacher Tag, dieser Montag. Die Kinder wollen nicht in die Kita/Schule, der Mann nicht zur Arbeit, ich nicht an den Schreibtisch. Müssen aber alle. Geht ja nicht anders. Sagt das große Kind beim Frühstück: „Wieso ist es nicht andersherum? Zwei Tage Schule, fünf Tage Wochenende!“ Das wär toll. Finden wir auch. Nicht unbedingt noch mal Schule, aber fünf Tage frei. Bei den Überlegungen, was dann aber noch so alles liegen blieben würde, kamen doch erste Zweifel auf. Und wie sehr würde man dann den ersten der beiden Arbeitstage hassen – gerade mal drin, kaum wieder raus. Und so nicke ich heute dem Montag zu, erfreue mich an den blühenden Bäumen auf dem Weg in die Kita, setze mich an den Schreibtisch, feile am Exposé, recherchiere und arbeite an den bestehenden und geplanten Artikeln. Neu auf dem Programm stehen bei mir der Online-Shop und der Blog für den wunderbaren Friedrichshainer Laden Snugata mit ökologischer Baby- und Kinderkleidung. Allein das wäre im Sommer noch nicht geschafft, wenn ich immer fünf Tage Wochenende hätte. Aber schön, schön wäre es irgendwie dennoch…

 

Zwischen Himmel und Sand

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Da stehe ich also und versuche erstmal einen Überblick zu bekommen, wo der Himmel aufhört, das Meer beginnt und der Sand endet. Artikel über Lammbraten in der taz, eine ganz besondere Reise durch Brandenburg, der entstehende Webshop für den hübschen Laden „Snugata“ mit ökologischer Kinderkleidung, für den ich gerade arbeite, sowie ein neues Herzensprojekt standen und stehen an. Und eine kleine Bilderflut von der Nordsee, die geordnet werden will, auch im Kopf. Darunter welche, die mal ausnahmsweise nicht ich, sondern meine Freundin E. Engelhardt gemacht hat. Wie dieses hier. Von meinem Mädchen und mir. Danke!

Wenn einem was in die Hände fällt

An einem grauen, kühlen Wintermorgen lag es direkt vor mir auf dem Bürgersteig – ein kleines, leeres Vogelnest. Bis auf einen Riss fast intakt und immer noch ein großes Kunstwerk. Ganz rund und fein, außen aus Ästchen, innen lagen einst die Eier und Küken weich gebettet auf Haaren und Flaum, zusammengeknüllten Spinnweben oder Watte. Es musste gerade erst herabgefallen sein, vom starken Wind herunter geweht von dem Baum, der mit seinen Kugeln aussah wie eine kleine Platane. Wer hat es wohl gebaut? Wie lange muss der kleine Vogel daran gearbeitet haben? Mit welcher Emsigkeit? Wie viele Eier lagen drin? Sind alle Küken flügge geworden? Wurden hier mal die kleinen Spatzen von ihren Eltern gefüttert, die sich gleich um die Ecke im Sommer beim Eisladen auf die Krümel stürzen? Die frech neben der Kaffetasse sitzen? Ist das ihr Nest gewesen? Ich habe es aufgehoben und vorsichtig in die Hand genommen – passte genau rein. Und aus dem grauen, kühlen Wintermorgen wurde doch tatsächlich ein Tag, der mir viel Glück gebracht hat. Danke, kleiner Vogel.

Beruf: Schreibmaschinen-Schreiber

Was für eine wunderbare Berufung! Schreiben für Menschen, die einem begegnen, in der Stadt, im Park, auf einem Konzert. Auf einer alten Schreibmaschine, die 10 Dollar gekostet hat, eine Geschichte, höchstens zwei Seiten lang, meistens eine. Ganz frei oder mit vorgegeben Stichworten, Fotos, Inspirationen. Für das, was man dafür bezahlen will. So macht das C.D. Hermelin aka The Roving Typist aus New York City. Gefunden über Slomo. Gefilmt von Mark Cersosimo. Gesehen bei Vimeo. Und wer will – und Geduld hat -, kann sich auf seiner Seite in eine Mailingliste eintragen, um auch eine Geschichte zu bekommen. Ich will!