Heidi im Draculaland

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Transilvanien ist natürlich nicht nur Dracula. Und doch ist Bram Stoker’s Fiktion irgendwie allgegenwärtig in den Karpaten. Dies und das absolute Heidi-Gefühl, wie es authentischer nicht sein könnte, machen gerade die Tage und Nächte aus. Mit frischer Kuhmilch, noch warm aus dem Euter, mit dickem Rahm nach dem Abkochen. Mit Pferden, die über Zäune springen, die Kutschpferde wild und uns nervös machen. Mit ein bisschen Melancholie im Nebel und einer Maus in der Küche. Viel Zeit zum Nachdenken und Kinderglück und Kindergezanke. Dem Geruch von Holzkohle und dem bollernden Geräusch des Ofens in der Nacht. Dunkel-gelbem Eidotter von glücklichen Hühnern und leckerem Bier. Mit Tannen soweit das Auge blickt und gefühlten 100 Schwalben, die unter unseren Fenstern nisten. Wilden Hunderudeln, die uns aus dem Wald verjagen, einer grünen Skipiste, auf der die Kühe grasen. Und schon wieder Kühe, die sich einfach auf der Strasse in den Weg stellen, bis eine alte Frau sie mit einem Stock schimpfend das Feld hoch jagt. Eine andere alte Frau, die mit ihren Tüten voll Blumen wie so viele hier ein Stück mitgenommen werden will. Und danach bei unserer Tochter nur noch die „Pipifrau“ heißt. Wir sind entrückt und entzückt und schauen den Wolken nach, die wie der Nebel bei Bram Stoker aussehen. Obwohl der nie in Rumänien war.

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