Working Mum

Zurück im neuen, alten Alltag, der irgendwie gleich ist und doch ganz anders. In der Redaktion ist es wie immer – aber ich bin es nicht. Zumindest ein Teil von mir. Ein Teil von mir ist zuhause geblieben, sitzt morgens noch weiter am Tisch, verbringt den Tag mit dem Kind. Das auch ein Teil von mir ist. Das Teil von mir bleibt da morgens zusammen mit ihrem Papa, der jetzt den Wundertag mit dem Wunderkind verbringt, das für mich gerade an diesen Arbeitstagen ausschließlich ein solches ist, wenn ich es nur morgens und abends etwa eine bis zwei Stunden zwischen dem Schlafen erlebe (puuh, etwas schwurbelig…) Den Rest stelle ich mir manchmal vor, wenn ich gerade Leerlauf habe oder Mittagspause oder durch die Gänge laufe, im Fahrstuhl fahre, kurz mit den Gedanken abschweife. Ich bin nicht so wie immer. Zum Glück!

Aber dann passiert doch auch das schier für unmöglich Gehaltene: ich vergesse den neuen Teil, der ich jetzt auch bin. Und bin wieder nur ganz die Alte, feile an einem Satz, lese die Agenturen, denke über eine Nachricht nach. Eine halbe Stunde lang, vielleicht sogar eine, es waren auch schon zwei, vielleicht. Auch spannend: So ist das also, als Working Mum. Ich muss mich noch rein finden, ein bisschen wird es noch dauern, es ist anstrengend und ermüdend und traurig manchmal, und dann auch aufregend. Aber wir kriegen das ziemlich gut hin, wir drei. Ich bin stolz! Auf meinen Liebsten, unser Kind und mich. Auch gut.

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