Ladies‘ night

Alle paar Monate treffen wir uns, die Ladies von der Arbeit, die wir mal waren. Schon in der Redaktion war der Tag ein besonders Guter, wenn eine der anderen mit dabei war. Der Kaffee schmeckte besser, die Sprüche des Kollegen wurden besonders spitz gekontert, das Schreiben machte mehr Spaß und der Feierabend war nicht ganz so sehr herbei gesehnt wie an den anderen Tagen. So wenig Konkurrenz und Missgunst unter weiblichen (freien) Kolleginnen habe ich selten erlebt. Dann ging eine von uns, und ich wurde schwanger und ging auch – in Elternzeit.

Doch schon ein paar Wochen nach der Geburt meiner Tochter wurde eine Ladies` night einberufen – meine Lesung. Es waren zwar auch ein paar Männer dabei – gar nicht so wenige – aber die Kolleginnen und Ex-Kolleginnen hatten ziemlich viel Spaß an diesem Abend und brachten mit ihrem Charme und ihrem Lachen den ganzen Raum zum Strahlen. Ich spürte auch ein wenig ihren Stolz auf mich, und das machte mich noch mehr staunen über sie. Sie feierten später woanders weiter, auf mich wartete das Baby. Aber seitdem treffen wir uns alle paar Monate, die Ladies von der Arbeit, die wir mal waren. In Kneipen in Kreuzberg oder Prenzlauer Berg wird sich ausgetauscht, bestärkt und bestaunt, manche rauchen, manche trinken, alle lachen. Und es ist wunderbar!

So wie gestern, als wir die kalte Raucherlounge mit unseren Erzählungen erwärmten. Danke Ladies. This one’s for you!

2 Gedanken zu “Ladies‘ night

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