I’m an analog girl in a digital world

Allein schon die Fotos. Am Liebsten fotografiere ich mit meiner analogen Kamera, nehme entweder die Kleine oder die Große. Bis aber die Bilder entwickelt und so auch digitalisiert sind, dauert es eben seine Zeit. Zeit, in der ich keine neuen Einträge mit sommerlichen Fotos machen kann, Zeit, in der das Ich in der digitalen Welt irgendwie schläft, denn so richtig lebendig sieht so ein Text ohne Foto nicht aus, meine ich zumindest gerade.

Sollte ich mir deshalb endlich mal eine digitale Kamera zulegen? Vielleicht ja, aber auch ein wenig nein. Ich finde immer noch, dass es da Unterschiede gibt, manche Tiefen etwa kriegen auch die besten Digitalkameras nicht hin und dann dieses Knips, lösch, Knips, lösch. Das mag ich nicht, so praktisch es auch ist.

Ich brauche einen ordentlichen Abzug mit weißem Rand und gutem Papier, der macht mich glücklich. Da darf auch schon mal ein verwackeltes, unvorteilhaftes, trauriges Bild dabei sein, das „nichts geworden“ ist – denn so ist es nun mal. Das Digitale gaukelt einem vor, perfekt zu sein. Das Analoge beweist, das wir es nicht sind.

Außerdem liebe ich meine Kameras, die schon so einiges mitgemacht haben und die für mich einfach unersetzlich sind. Nur manchmal, da verlangt es nach einer sofortigen Fotomöglichkeit. Aber bitte mit der Qualität einer Analogen! Ich würde dann auch nicht alles Unperfekte löschen, glaube ich…

3 Gedanken zu “I’m an analog girl in a digital world

  1. Suse schreibt:

    Ich bin natürlich pur digital 🙂 Und ich lösche die doofen meist nicht. Das Digitale bringt sogar noch eine neue Perspektive: Durch die vielen, vielen Fotos, die man da macht , entdeckt man im nachhinein auf den Bildern Details, die einem in der Situation gar nicht aufgefallen sind.

  2. annikahennebach schreibt:

    Mmmh, klingt durchaus nachvollziehbar und auch interessant. Und wirkt als weiteres Argument für die Anschaffung einer Digitalen!
    Ich muss ja nun auch zugeben, dass ich mehr und mehr mit dem Pendant zu meiner Analogen (Nikon F601) liebäugele (und bei der D80 könnte ich gleich all meine Objektive weiterverwenden).
    Vor allem, seit ich langsam die Praktikabilität der analogen Fotografie im Alltag wirklich bezweifele: letzte Woche fuhren wir nach einer anstrengenden Anreise stundenlang bei Linksverkehr durch die Londoner Vor-Orte, um bloß noch ein paar Filme für die Hochzeit zu kaufen. (Wieso bloß hatte ich die in Berlin vergessen zu besorgen?!) Nachdem im sechsten Laden die Dame hinter dem Tresen meine Frage endlich nicht verneinte, ich dann zwei No-Name-Filme erstanden hatte, mich sooo auf die baldige Ruhe im Bed&Breakfast-Bett freute, las ich zufällig das Ablaufdatum auf den Filmen: 2006. Also wieder zurück – und wieder weiter. Aaaaargh! Letztendlich haben wir doch noch welche im nächstgrößeren Örtchen gefunden, konnten uns vor der Traumhochzeit sogar noch ausruhen und jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie die Fotos geworden sind. All das wäre mir mit einer Digitalkamera erspart geblieben…

  3. Suse schreibt:

    Tja 🙂

    Naja, man kann ja auch einfach zweigleisig fahren. Zudem habe ich bei mir immer eine klitzekleine Digi-Cam, die zwar keine großartigen Fotos macht – aber trotzdem eine angenehme Qulität und eben immer zur Hand ist.

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