Das war vielleicht ein schöner Moment. Als ich mit den fertig verpackten und bestempelten Einladungskarten zur Post fuhr. Und der nette Beamte in der lustigsten Filiale, die ich überhaupt jemals in meinem Leben betreten habe (aber das ist eine andere Geschichte), mir Briefmarken zum Kleben überreichte, die mich zum Schmunzeln brachten. Wie passend: bunt für bunt. Als hätte ich es extra bestellt.

Nicht bunt, sondern gold wurde dann mein Nachmittag. Ich weiß nicht, was es ist. Ob es an der anstehenden Hochzeit oder aber dem noch näher anstehenden Urlaub liegt. Jedenfalls war Gold bisher nicht so meine Farbe. Bis jetzt! Hach, ich bin ganz verliebt. Wie schön das in der Sonne funkelt. Und da sollen sie ja schließlich glänzen, in der Sonne. Und vielleicht auch auf unserer bunten Hochzeit, mal sehen.





Es gibt da diese eine Straße bei uns um die Ecke, die sich in diesen Tagen von ihrer allerschönsten Seite zeigt: alte Pracht im Blütenrausch. Wenn wir manchmal nach dem Kindergarten da lang spazieren, wird gestaunt und geguckt, und die beiden kleinen Freundinnen dürfen jedes Mal zwei kleine Blüten mit nach Hause nehmen, eine rosane und eine weiße. Sie sind so schön! Die Blüten auch.



Wolle kaufen. Um Vasen für die Hochzeit zu basteln. Nach einer Idee von “
Morgens früh um acht wird sonst meist Tee gemacht. Und manchmal oder für manche auch Kaffee. Wenn es aber so ein Sonntagmorgen ist, wie heute Morgen, dann wird erstmal gar nichts groß gemacht. Dann schleiche ich mich leise aus dem Bett, in dem der Mann (in Spe;) und das Kind noch schlafen, hole mir mein Strickzeug und schaffe ein bisschen was. Genieße die Ruhe, diese 20 Minuten für mich, die noch nicht mal durch die Stricknadeln durchbrochen wird, weil sie aus Holz sind. Und freue mich dann umso mehr über die kleinen Füße, die plötzlich zu mir unter meine Lieblingsstrickdecke von meiner Mama kriechen und die großen Füße, die da auch auf einmal neben mir stehen und zu einer warmen Stimme gehören, die mich fragt, ob ich einen Tee haben will. Ja, gerne. Oder einen Kaffee. Heute um halb neun.


Wie wunderbar, wenn sich aller Aufwand lohnt. Den Möhrenkuchen noch am Abend gebacken, das Wohnzimmer und die Küche noch aufgeräumt, abgewaschen und das Mehl vom Boden gewischt. Viel zu spät ins Bett gegangen. Damit der Osterhase seine Eier verstecken kann, dem ist es nämlich trotz Sonnenschein wirklich zu kalt so früh am Morgen da draußen. Und damit sich das Kind erfreut, bei jedem einzelnen Ei und jedem einzelnen Käfer, die es findet. Wie wunderbar, wenn dann auch noch das Puppengeschirr so gut ankommt, dass man sich zurück erinnert und am liebsten selbst wieder Kind sein will und Luftkakao trinken und Luftmilch nachschütten. So wird man das eben einfach, trinkt mit und schüttet mit und wird bedient, genau wie die Puppe und die Kuscheltiere, und die finden das auch ganz wunderbar. Jetzt bin ich zwar etwas müde, aber sehr, sehr glücklich. Und dankbar. Und freue mich auf den Möhrenkuchen. Hab ja nur Luft im Bauch.