Vorhang auf für Emmas Laden, das heute erscheint und überall im Buchhandel erhältlich ist.
5. Oktober 2009
Fest im Griff
Seit Mitte Juli – aber eigentlich auch schon einige Monate zuvor – hat sie mein Leben fest im Griff. Sie verkürzt mir die Nacht und regelt den Rhythmus, lehrt mich die Zeit und die Prioritäten – sogar eine neue Art von Liebe. Sie schenkt mir ein Lächeln, das herzlicher nicht sein kann, und fordert mich immer wieder heraus, ungeahnte Kräfte zu entwickeln. Sie ist das Kostbarste, das ich je hatte, und macht uns auf wunderbare Weise zu einer Familie – unsere Tochter.
Und sie ist auch der Grund, warum sich hier so wenig tut. Nur zur Erklärung.
Sonne im Herzen, Annika
4. Juli 2009
So siehts aus
Mein erstes Buch „Emmas Laden“ erscheint im Herbst in der Reihe Anais bei Schwarzkopf & Schwarzkopf. Darin geht es nicht nur um die blühende Fantasie einer Wäscheladenbesitzerin aus Kreuzberg und ihre besonderen Kreationen, sondern auch um andere tolle Frauen, zwei oder drei tolle Männer, eine gute Portion Sehnsucht und guten (oder auch mal schlechten) Sex. Und so sieht es aus.
28. Mai 2009
Psssssssst
Dieser Blog schläft. (Obwohl so spannende Dinge passieren wie Cover aussuchen für das Buch und Vorschau-Besprechung und haste nich gesehen. Aber ich habe mich gerade noch um anderes zu kümmern. Bis auf Weiteres.)
20. April 2009
Bist Du aber groß geworden!
Drei Wochen später. Aus den kleinen Blättchen und Knospen sind volle, pralle Blätter und manchmal sogar schon Blüten geworden. „Bist Du aber groß geworden!“, sagte ich heute morgen zu dem Baum vor meinem Badezimmerfenster. „Und Du auch!“, raunte ich dem Nachbarbaum zu, der den Blick zu den Nachbarn nun vollends versperrt. Sehr praktisch übrigens, wenn man in der Badewanne liegt, das Fenster offen hat und in die Bäume schauen kann, ohne von irgendwem gesehen zu werden.
Sechs Jahre später. Das wurde uns vieren gestern bewusst, als wir nachrechneten, wie lange wir uns in dieser Konstellation nicht mehr gesehen hatten. Vier Frauen, die mal vier Mädchen waren und zusammen studierten, ganz am Anfang in Berlin. Und in eine riesige Wohnung in Prenzlauer Berg zogen, wo die letzten beiden von uns erst acht Jahre (!) später wieder auszogen. Es war eine lange Zeit, und es war eine wichtige Zeit. Eine schöne und eine schmerzhafte Zeit. Wie alles. „Seid Ihr aber groß geworden“, habe ich dann gestern auch gedacht, als ich mir da diese drei auf meinem Balkon angesehen habe, und mein Herz wurde ganz warm, vor Zuneigung oder Familiengefühl oder keine Ahnung was, wahrscheinlich einfach, weil sie alle so tolle Frauen sind. Schon immer waren, aber noch mehr wurden. Sehr, sehr schön war das. Danke I., J. und K.!
1. April 2009
Landkind im Stadtkind
Ich bin ein Stadtkind. Geboren in Hamburg, aufgewachsen im Pott (und dann auch noch Gelsenkirchen-Buer!) und Leverkusen am Rhein, habe ich die meisten Jahre meines Lebens in Berlin und eines davon in Paris gelebt. Das ist alles Stadt. Straßen, Schornsteine, Fabriken. Zum Glück hatten meine Eltern immer einen begrünten Balkon oder eine Terrasse mit Garten – so konnte ich als Kind wenigstens manchmal Lisa aus Bullerbü sein. Außerdem liebten sie den Wald und so mussten wir Kinder immer wandern gehen, regelmäßig ging es raus aus der Stadt. Dann lief ich einige Meter hinter den anderen her und sprach mit den Tieren und Wesen des Waldes. Elfen, Zwerge, Hasen und Rehe begleiteten mich, die Königin des Waldes, auf ihren Spaziergängen. Ich mimte das geborene Landkind!
Genährt habe ich es während des Urlaubs, den wir jeden Sommer in dem gleichen kleinen Dorf in der Bretagne verbrachten, direkt am Meer gelegen, wo ich jeden Menschen und jeden Hund kannte. Außerdem im Frühling, Herbst und Winter, wenn es auch aus der Stadt raus ging, weil Ferien waren. Und jetzt ist es immer noch da, steckt da in mir, steckt im Stadtkind, wenn es sich ungemein über das Knospen und Keimen ums neu bezogene Haus in der Stadt freut, aus Wohn- und Küchenfenster, Schlafzimmerfenster und sogar Badezimmerfenster schaut und sich an den sprießenden Bäumen und Sträuchern ergötzt. Jeden Tag ist da ein wenig mehr Grün, ein wenig mehr Leben, ein wenig mehr Natur. Was für ein Fest für das Landkind im Stadtkind!

24. März 2009
Dienstag ist der neue Montag
Was habe ich da geschrieben? Der Frühling kommt? Na, von wegen! Es regnet und schneit und hagelt und stürmt da draußen in einer Tour, dass man sich nach einem prasselndem Kaminfeuer und heißer Schokolade sehnt. Und ist das Frühling? Nein! Frühling ist hell und luftig und klar, dass es einem nach dem ersten Eis oder frischer Apfelschorle gelüstet. Oh weh, da habe ich mich wohl echt zu früh gefreut.
Zu dem Wetterbäh kommt das Tagesbäh. Was ist das für ein Dienstag heute? Schleppend und müde, ein Tag, an dem ich einen wichtigen Termin verpasse, weil ich meine eigene Schrift im Kalender nicht lesen kann und aus 12:15 Uhr 12:45 Uhr wird. Sehr ärgerlich. Und sehr unangenehm. Hoffentlich wird das Freitag besser, aber den neuen Termin, den kann ich wirklich lesen! Den habe ich ganz deutlich geschrieben, und nicht wie mit links im heutigen Kalenderblatt.
Für mich steht fest: Dienstag ist der neue Montag (den Nicki ganz besonders schrecklich findet)!
10. März 2009
Grün, grün, grün
Der Frühling ist fast da! Es ist nicht zu glauben, pünktlich zur Abgabe scheint die Sonne, sprießt das Grün und duftet die Luft. Zum Fest des herannahenden Lenzes springe auch ich auf den Zug der Farben auf und zeige statt Schweinchenrosa wie bei Frau Liebe lieber meine neue Lieblingsfarbe: grün!

Erst vor ein paar Jahren für mich entdeckt, ist die Farbe der Hoffnung doch tatsächlich zu einer meiner allerliebsten mutiert. Ich habe sie so gerne, dass ich mir jetzt als Belohnung zur Abgabe ein paar grasgrüne Schuhe gegönnt habe. Ich habe sie jetzt schon so in mein Herz geschlossen, als wären es rote! Vielleicht sogar noch einen Ticken mehr…
Die grünen Stühle habe ich meinen Eltern abgeschnackt. Drei von sechs waren eh kaputt und sie hatten diese 70er Jahre Modelle schon seit den 80ern ausgewechselt. Ich habe sie mit Hilfe eines hervorragend freundlichen Schlossers umme Ecke sowie den guten Tipps eines Polsterers fast ganz alleine repariert. Und bin jetzt umso glücklicher, sie alle sechs im Wohn- und Esszimmer stehen zu haben. Sogar Mamas Bügeleisenabdruck auf einem von ihnen ist mir besonders ans Herz gewachsen.
Dieses Teeservice in lindgrün gehört eigentlich meinem Freund. Aber zum Glück wohnen wir ja zusammen, und so profitiere ich auch von diesem Mitbringsel aus Kambodscha. Ich liebe die Kanne, und ganz besonders liebe ich es, grünen Tee aus ihr zu trinken. Leider habe ich schon eine der vier kleinen Tassen zerdeppert…
In den 90ern hing sie in unserer Vierer-Mädchen-WG auf unterschiedlich gestrichenen Wänden, dann in meiner Einzimmerwohnung und jetzt prangt sie stolz und grün auch in der neuen Lieblingswohnung: meine grüne Uhr. Meine Freundin Maya hat die Gleiche, und als ich sie das erste Mal bei ihr in der Wohnung gesehen habe, war sie mir sofort noch mal sympathischer. Maya, nicht die Uhr!
Muss immer im Haus sein: Basilikum. Für mich ist das grüne, duftende Pflänzchen ein ganz besonders feines Kräuterlein, und am liebsten mag ich es auf Tomate und Mozzarella. Mmmmh….
Diese kleine Box steht auf meinem Schreibtisch. Sie ist von Ikea, es gab sie damals im Dreierpack, und manchmal wünschte ich, ich hätte noch mehr von ihr gekauft. Ich habe sie schon Jahre, so kommt es mir vor, und immer wieder aufs Neue werden darin die Quittungen für die Steuer gesammelt. So macht Örgs-Kram wenigstens optisch Spaß!
28. Februar 2009
Es ist vollbracht!
Ich bin fertig! Nicht nur mit dem Buch, sondern auch ein wenig mit den Nerven. Aber es fühlt sich gut an, und das ist ja schon mal was. 270 Seiten Manuskript sind beim Verlag, nun bin ich gespannt, was daraus wird – aber wie!
Das erste, was ich dann heute nach dem Aufstehen (und Ausschlafen!) gemacht habe, war meinen Schreibtisch aufzuräumen. Siehe vorher und nachher.
Jetzt genieße ich erstmal ein bisschen frische Luft und freien Kopf. Phewwwwwwww…….

